Jahrestreffen der Stiftung im Atelier von Martin Goppelsröder

Zum Jahrestreffen 2016 im Atelier von Martin Goppelsröder hatte die Stiftung alle Freunde und Partner, die auch zahlreich erschienen waren, ins Atelier von Martin Goppelsröder eingeladen. Martin hatte sein Atelier in einen Ort verwandelt, an dem man sich nach einem nasskalten Novembertag sehr wohl fühlen konnte.  Der Abend galt dem Gedankenaustausch und dem besseren Kennenlernen in einer sehr stilvollen Athmösphäre. So kamen tatsächlich auch alle Gäste sehr gut miteinander ins Gespräch, so dass diese, angeregt von vielen neuen guten Gedanken, frohgemut den (teilweise recht langen) Heimweg antraten, der durch einen verregneten, stürmischen, späten Herbstabend führte.

Zustiftung aus Privathand

In diesen grauen, letzten Oktobertagen konnte die Stiftung die Zustiftung von fünf Sandweg-Plastiken aus Privathand verzeichnen. Hierunter befand sich auch eine Kleinplastik, die Kurt Sandweg, vor der Veräußerung und auf dringenden Wunsch des Erwerbers, der inzwischen verstorben ist, vergolden musste. Eine für Sandweg völlig untypische Bearbeitung, wie auch der dazu gehörende Schriftverkehr ausweist, denn er wollte den Käufer eigentlich von dieser unüblichen Bearbeitung seines Kunstwerkes abhalten. Die oft vorgenommene Patinierung stellt natürlich nichts Ungewöhnliches dar. In Gold sorgt sie nun für einen unerwarteten, goldigen Oktoberzugewinn!

Kurt Sandweg im DKM Museum

Mit großer Freude informiert die Stiftung darüber, dass das DKM-Museum (Duisburg) von Dirk Krämer und Klaus Maas fünf großformatige Sandweg-Zeichnungen zum Thema "Apokalypse" in Form einer Dauerleihgabe übernehmen und präsentieren wird. Damit wird Kurt Sandweg in einem der schönsten und äußerst anspruchsvoll kuratierten Museen verteten sein, die es zur Zeit in unserem Land gibt!

Atelierbesuch bei Martin Goppelsröder

Die Stiftung befindet sich nun bereits im achten Jahr und wächst ständig. Um den Zusammenhalt aller Partner und Freunde der Stiftung zu stärken haben Vorstand und Kuratorium beschlossen, jährlich einmal zu einem Gedankenaustausch zusammen zu kommen. In diesem Jahr hat Prof. Martin Goppelsröder zu einem Besuch in sein Atelier eingeladen. Hier werden sich am 18. November d.J. Partner, Freunde und Funktionsträger der Stiftung zusammenfinden, um sich über die hinter uns liegenden, erfolgreichen Jahre der Stiftung auszutauschen und um über Gott und die Welt sowie über Kunst zu reden!

Bernd R. Mayer

Bernd R. Meyer, engagierter Kunstsammler und Kurator vieler Kunstausstellungen (u.a. Kurator der Mühle in Amern (Gemeinde Schwalmtal) wurde von der Kurt-Sandweg-Stiftung mit Wirkung vom 01. Oktober 2016 in die Position des Stiftungskurators berufen. Bernd Meyer hat der Stiftung bereits seit Jahren mit Rat und Tat zur Seite gestanden, so dass mit der nun erfolgten Berufung die Festigung einer fruchtbaren jahrelangen Zusammenarbeit geschaffen wurde.

Stadt Meerbusch wird Partner der Stiftung

Die Kurt-Sandweg-Stiftung freut sich sehr über eine neu gewonnene Partnerschaft mit der Stadt Meerbusch. Erste Kontakte gab es bereits vor drei Jahren, als Angelika Mielke-Westerlage, die engagierte Bürgermeisterin der Stadt, mit Vorständen und Kuratoren der Stiftung anlässlich des Firmenjubiläums der Unternehmensgruppe Schweers zusammentraf. Zum gleichen Zeitpunkt wurde mit einer Vernissage für Werner Laumer auch die Partnerschaft zwischen der Schweers-Gruppe und der Stiftung begründet.
Nun hat die Stadt das alte Osterrather Rathaus, in dem derzeit die Kämmerei untergebracht ist, und das dazugehörende Parkgelände als Ausstellungsraum ausgewählt. Die Kuratierung der Exponate wird in bewährter Weise wieder Bernd Meyer übernehmen.

Mahagonny

"Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny", Oper in drei Akten von Kurt Weill (Musik) und Bertolt Brecht (Libretto). Die 1930 uraufgeführte Oper inspirierte Kurt Sandweg in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu seinem Radierungszyklus "Mahagonny", der aus dreizehn sehr schönen Radierungen besteht, die heute in ihrer Gesamtheit nicht mehr im Kunsthandel zu bekommen sind. Dieser Zyklus wird nun von einer Privatperson zum Kauf angeboten, und die Kurt-Sandweg-Stiftung vermittelt gern bei Interesse den Kontakt zum Verkäufer.

Ausstellungskooperationen

Die Kurt-Sandweg-Stiftung bietet allen Museen, die infolge der knappen Kassen von Städten und Gemeinden den Museumsbetrieb nur sehr eingeschränkt aufrecht erhalten können, eine Kooperation, die wieder Leben in den musealen Kulturbetrieb bringt. Wir stellen Plastiken und/oder Bilder der Stiftung (Laumer, Lichtenscheidt, Loos, Malek, Sandweg) zur Verfügung, übernehmen einen Teil der Kosten und helfen bei der Organisation der jeweiligen Ausstellungen (z.B. Transporte, Hängungen).

Versöhnung - Pojednanie

Als in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Handvoll junger polnischer Künstler zu einem künstlerischen Austausch nach Duisburg kam, gehörte auch Stanislaw Malek zu dieser Gruppe, die mit Kurt Sandweg und seinen Künstlerkollegen zusammentraf und -arbeitete.
Alte Zeitungsberichte zeugen noch von dieser Kooperation, und auch in den folgenden Jahren riss der Kontakt zu polnischen Künstlern nie ab.
Als Stanislaw Malek im letzten Jahr von der Existenz der Stiftung hörte, bot er sein Lebenswerk als sogenannten Vorlass spontan der Stiftung zur Übernahme an, und diese übernahm gern die verantwortungsvolle Verpflichtung, dieses Lebenswerk zu schützen und zu erhalten. Damit hat die Stiftung nun erstmalig einen internationalen Bezug erhalten. Ohne voneinander zu wissen, hatten im übrigen sowohl Sandweg als auch Malek, nach dem Terrorüberfall auf das World Trade Center im Jahre 2011, zu Ehren der Opfer zwei "Türme" geschaffen, die an das grauenvolle Ereignis erinnern sollen.

European Heritage

Am 22. und 23. April fand in der Bonner Kunsthalle die Veranstaltung "European Heritage" - Künstlernachlässe als Kulturgut statt. Auch die Kurt-Sandweg-Stiftung war dort durch ihren Vorstand vertreten.
Unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten kann dieser Initiative, die vom  Rheinischen Archiv für Künstlernachlässe bestens organisiert worden war, nur hohes Lob ausgesprochen werden. Das große Interesse - national und international - zeigte sich durch ein voll besetztes Plenum.
Dennoch blieben wichtige Fragen unbeantwortet, z.B. welche Nachlässe zählen zum Kulturgut und welche Gremien entscheiden darüber? Warum wird nahezu ausschließlich über die Vorteile der Archivierung für Forschung und Wissenschaft nachgedacht und weniger über den Künstler selbst, der doch mit seinem Nachlass fortlebt, wenn - ja wenn die Nachlässe nicht ebenso in den Tiefen der Archive begraben werden wie die Künstler zuvor in ihren letzten Ruhestätten. Wenn Bund und Ländern der Erhalt dieses Kulturgutes wichtig ist, dann muss mehr Geld dafür ausgegeben werden, die Nachlässe der Öffentlichkeit öfter einmal zu präsentieren und damit die Erinnerung an das Kulturgut wach zu halten.
Genau das ist aber eine der vorrangigen Zielsetzungen der Kurt-Sandweg-Stiftung, die diesem Anspruch bisher gerecht werden konnte und in Zukunft auch wird!