European Heritage

Am 22. und 23. April fand in der Bonner Kunsthalle die Veranstaltung "European Heritage" - Künstlernachlässe als Kulturgut statt. Auch die Kurt-Sandweg-Stiftung war dort durch ihren Vorstand vertreten.
Unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten kann dieser Initiative, die vom  Rheinischen Archiv für Künstlernachlässe bestens organisiert worden war, nur hohes Lob ausgesprochen werden. Das große Interesse - national und international - zeigte sich durch ein voll besetztes Plenum.
Dennoch blieben wichtige Fragen unbeantwortet, z.B. welche Nachlässe zählen zum Kulturgut und welche Gremien entscheiden darüber? Warum wird nahezu ausschließlich über die Vorteile der Archivierung für Forschung und Wissenschaft nachgedacht und weniger über den Künstler selbst, der doch mit seinem Nachlass fortlebt, wenn - ja wenn die Nachlässe nicht ebenso in den Tiefen der Archive begraben werden wie die Künstler zuvor in ihren letzten Ruhestätten. Wenn Bund und Ländern der Erhalt dieses Kulturgutes wichtig ist, dann muss mehr Geld dafür ausgegeben werden, die Nachlässe der Öffentlichkeit öfter einmal zu präsentieren und damit die Erinnerung an das Kulturgut wach zu halten.
Genau das ist aber eine der vorrangigen Zielsetzungen der Kurt-Sandweg-Stiftung, die diesem Anspruch bisher gerecht werden konnte und in Zukunft auch wird!